MURER-Feuerschutz GmbH

E-Löschlanze

zur Löschung von Bränden in (Kraftfahrzeug-)Batterien

Die Einführung von E-Autos wird immer wieder heiß diskutiert – gerade hat die Bundesregierung Ihre geplanten Ziele zwar revidieren müssen, aber die Zahl der E-Autos auf unseren Straßen wird immer größer. Am 1. Januar 2019 betrug die Anzahl der zugelassenen E-Autos rund 83.000, 29.000 mehr als im Jahr davor.  Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2019 allein 53.000 Fahzeuge mit E-Motor neu zugelassen, wo viele wie noch nie zuvor. Damit steigt die Gefahr für Unfälle in diesem Bereich. Anders als bei Autos mit Verbrennungsmotor kommt beim E-Auto im Falle eines Unfalls mit dem Batteriebrand eine neue Herausforderung auf die Feuerwehren zu. In der Vergangenheit gab es Berichte über immer wieder aufflammende Feuer bei E-Autos und langwierige Löscharbeiten der Batterien, die den Feuerwehrleuten die Arbeit erschweren.

Warum brennt ein Lithium-Ionen-Akku?

Die spezifische Energie von Lithium-Ionen-Akkumulatoren liegt in der Größenordnung von 150 Wh/kg und die Energiedichte in der Größenordnung von 400 Wh/l, womit Lithium-Ionen-Akkumulatoren vor allem im Bereich mobiler Anwendungen als elektrischer Energiespeicher interessant sind und den Aufbau kleiner und leichter Akkumulatoren erlauben. Die Selbstentladungsrate liegt im Bereich von 2 % bis 8 % pro Monat, der Temperaturbereich für den Einsatz liegt bei −20 °C bis +60 °C. Allen Lithium-Ionen-Akkumulatoren gemeinsam ist, dass die Zellen hermetisch versiegelt sind und lageunabhängig betrieben werden können. [Quelle: Wikipedia]

Werden Lithium-Ionen-Zellen nun überladen oder hohen Temperaturen ausgesetzt (> 180°C), wie sie bei einem Unfall entstehen können, dann bricht die Schichstruktur der eingesetzten Metalloxide zusammen und es kommt zu einem sogenannten thermischen Durchgehen. Bei diesem Vorgang werden hohen Energiemengen freigesetzt die elementaren Sauerstoff bilden. Die hohe Wärme führt zu einer Verdampfung der Elektrolytflüssigkeit, welches leichtbrennbare Gase entstehen lässt. Entzündet sich dieses Gas, brennt die Lithium-Ionen-Zelle. Dieser Vorgang ist ein sich selbst verstärkender Prozess.

Brennt also solch ein Akkumulator ist er nur sehr schwer zu löschen, da die Lithium-Ionen-Zellen den zum Brand benötigten Sauerstoff selbst erzeugen. Bisher mussten solche Brände mit sehr viel Wasser gelöscht werden, da auch die umliegenden Zellen gekühlt werden müssen. Die benötigte Wassermenge kann dabei schnell mehrere Tausend Liter Wasser erreichen.

Die Lösung: die E-Löschlanze von MURER Feuerschutz

Mit unserer E-Löschlanze können Brände von Lithium-Ionen-Akkus bei Kraftfahrzeugen schnell und effizient und mit einer überschaubaren Wassermenge gelöscht werden.

Die E-Löschlanze wird an einer passenden Stelle in die Batterie eingebracht und der Brand in den Zellen direkt durch das eintretende Wasser aus der Lanzenspitze bekämpft. Dabei ist nur eine geringe Eindringtiefe erforderlich.

Die Zumischung eines Additivs ist möglich, verringert dadurch den Wasserbrauch und reduziert durch Abkapselung den Schadstoffaustritt.

Die Löschlanze ist aus Edelstahl, speziell verstärkt und isoliert bis 1.000 V und in zwei Längen erhältlich, mit Verlängerungsrohr in den Längen 500 mm oder 1.000 mm.

 

 

Ihr Ansprechpartner für die E-Löschlanze ist:

Ernst Müller
Telefon: +49 (0)5563 9505-0
Zentrale Einbeck OT Greene
E-Mail: mueller[bei]murer-feuerschutz[punkt]de

>> Anleitung E-Löschlanze (PDF, DE)
>> Anleitung E-Löschlanze (PDF, EN)

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechparter.

E-Löschbox 1
Art. 163660

Inhalt Art. 163660

E-Löschbox 2
Art. 163661

Inhalt Art. 163660

Wie funktioniert die E-Löschlanze?

Das in Vollbrand stehende Fahrzeug wird mit Wasser, Netzmittel oder Schaum gelöscht (unter Beachtung der regionalen Bestimmungen). Das Hochvoltsystem muss laut Rettungsdatenblatt deaktiviert, die Ladeleitung – falls möglich – getrennt werden. Gibt es Hinweise auf einen Batteriebrand, kommt die E-Löschlanze zum Einsatz. Durch das direkte Einbringen der Lanzenspitze in die Batterie kann ein Brand schnell und effizient gelöscht werden. Das passende Verlängerungsrohr wird, je nach Einsatzlage, an die E-Löschlanze montiert und ein D-Schlauch an die Kupplung angeschlossen. Wählen Sie den richtigen Einschlagort für die E-Löschlanze am Fahrzeug laut Rettungsdatenblatt.

Die Lanzenspitze wird in Position gebracht und fixiert. Öffnen Sie vor dem Einschlagen die die Wasserabsperrung. Achtung: Öffnen und schließen Sie die Wasserabsperrung immer langsam. Der Wasserdruck kann einen Rückstoß verursachen.

Die Lanzenspitze wird in den Batteriekasten eingebracht, indem eine zweite
Einsatzkraft mittels Schlagwerkzeug (Vorschlaghammer) auf die Schlagfläche der E-Löschlanze schlägt. Die Lanzenspitze mit den Wasserdüsen muss sicher in den Batteriekasten eingedrungen sein. Bei Abrutschen oder zu tiefer Positionierung der E-Löschlanze muss diese ggf. neu positioniert werden. Nach wenigen Augenblicken ist die Löschwirkung erkennbar. Lassen Sie das Löschwasser so lange ununterbrochen laufen, bis eine ausreichende Abkühlung der Batteriekomponenten nach dem Löschen des Batteriebrandes sichergestellt ist. Kontrollieren Sie die Temperatur der Batterie mithilfe einer Wärmebildkamera.

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